Naturphänomene durch Experimente überprüfen und verstehen? Dein Forschungsgebiet sollen pflanzliche Zellen oder der menschliche Organismus, winzige Atome oder das ganze Universum sein? Wenn du dich für die Naturgesetze interessierst und wissen willst, wie etwas in der belebten oder nicht belebten Welt funktioniert, solltest du ein naturwissenschaftliches Fach studieren – und deine Theorien in eigenen Experimenten testen.
Naturwissenschaften sind Biologie, Chemie und Physik. Manchmal werden verwandte Fächer wie etwa Astronomie, Geographie, Geo- und Umweltwissenschaften oder sogar Psychologie dazugezählt. Naturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler versuchen Vorgänge in der Natur so gut zu verstehen, dass sie sie präzise vorhersagen können. Dabei kann es zum Beispiel um Elementarteilchen, chemische Reaktionen, die Atome zu Molekülen verbinden oder sie teilen, Gene und DNA, Mikroorganismen oder kosmologische Phänomene gehen. Wissenschaftliche Experimente sind der Schlüssel zu diesem Verständnis.
Wer Naturwissenschaften studieren möchte, sollte gute schulische Grundkenntnisse im gewählten Fach haben und sich für die experimentelle Praxis begeistern können. Besonders fürs Physikstudium sind gute Mathematikkenntnisse wichtig und Informatikkenntnisse hilfreich. Für das Studium in Biologie oder Chemie solltest du Interesse auch für das jeweils andere Fach mitbringen. Außerdem sind gute Englischkenntnisse von Vorteil, da weiterführende Fachliteratur meistens nur auf Englisch verfasst ist – Naturwissenschaften sind international! Reichen deine Sprachkenntnisse nicht aus, helfen Vorkurse und Sprachkurse an der Hochschule weiter.
Beim Studium der Naturwissenschaften wählst du zunächst dein Fach und studierst dann einen in der Regel sechs- bis siebensemestrigen Bachelorstudiengang. Daran anschließen kann sich ein Masterstudiengang, der in der Regel vier Semester dauert. Am Ende von Bachelor- und Masterstudium schreibst du deine jeweilige Abschlussarbeit über ein Forschungsthema.
Bei Experimenten im Labor auf dem Campus oder unter freiem Himmel geht es viel ums Beobachten, Beschreiben und Messen. Du arbeitest in Gruppen oder alleine, es gibt alle Lernformen von Vorlesungen, Seminaren bis zu Projekten und Übungen. Viele praktische Aufgaben und ins Studium integrierte Praktika bereiten dich auf deinen Arbeitsalltag vor. Dein Stundenplan umfasst typischerweise nur 20 Stunden, du wirst aber ebenso viel Zeit für die Ausarbeitung von Praktikumsprotokollen und die Bearbeitung wöchentlicher Hausaufgaben aufwenden.
Die Arbeitschancen sind überwiegend sehr gut: Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler sind es gewohnt, methodisch an Problemkomplexen zu arbeiten, sie sind gründlich und gehen analytisch vor. Damit gibt es für sie Arbeit in vielen Bereichen. Masterabschluss und Promotion werden von vielen Arbeitgebern erwartet, vor allem für Jobs in der Wissenschaft.
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